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STEUER TIPPS & INFOS 2023

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Holen sie Ihre zu viele bezahlte Steuer zurück!


Hinweise zur Arbeitnehmerveranlagung
(Jahresausgleich) 2022

zusammengestellt von Gisela Führer,
Referentin für Steuerangelegenheiten
der Landesleitung der GÖD-Pensionisten NÖ


PensPower Online Broschüre
► "STEUER TIPPS & INFOS 2023" öffnen (PDF-3.092k)



Auch PensionistInnen können bzw. sollen die Arbeitnehmerveranlagung durchführen, wenn im automatisch erstellten Bescheid z. B. Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastung nicht berücksichtigt werden.
Im Jahr 2023 können noch Anträge rückreichend bis einschl. 2018 eingebracht werden. Aktuell ist die Veranlagung für das Kalenderjahr 2022.




Nachforderung durch das Finanzamt - was tun?

Kommt es – in Ausnahmefällen - zu einer Nachforderung, können Sie Ihren Antrag im Wege der Beschwerde zurückziehen.
Ausnahme: Pflichtveranlagung!


Pflichtveranlagung

Der Tatbestand einer Pflichtveranlagung liegt vor, wenn Sie in einem Kalenderjahr zwei oder mehrere Einkünfte gleichzeitig bezogen haben, Sie im Vorjahr beim Finanzamt einen Freibetragsbescheid beantragt haben, oder der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag berücksichtigt wurde, doch die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen (z.B. Überschreiten der Zuverdienstgrenze der Partnerin bzw. des Partners).


Automatische ArbeitnehmerInnenveranlagung (AVN)

Seit dem Jahr 2017 ist es einfacher, zu viel bezahlte Steuern zurückzuerhalten. Für folgende Fälle ist kein Antrag notwendig: Kirchenbeiträge, Spenden und Beiträge für Nachkauf von Versicherungszeiten bzw. für freiwillige Weiterversicherung. Dafür müssen Sie der Organisation Ihren Vor- und Zunamen und Ihr Geb.-Datum bekanntgeben. Die Informationen werden datenschutzgerecht verschlüsselt und sind nur vom Finanzamt für Zwecke der Berücksichtigung in der Veranlagung zu verwenden.

Erfolgt eine automatische ANV (nicht bei Pflichtveranlagung!), erhalten die Betroffenen in der zweiten Jahreshälfte vom Finanzamt ein Schreiben mit der zu erwartenden Gutschrift.


Sonderausgaben

Ab dem Kalenderjahr 2021 wurden Topfsonderausgaben gestrichen und somit fällt auch das Sonderausgabenpauschale von 60 Euro erstmals weg.
Die Kosten für Wohnraumbeschaffung und Wohnungssanierung können ab dem Kalenderjahr 2021 nicht mehr geltend gemacht werden.


Erstattungsbetrag

Für Pensionisten und Pensionistinnen, die auf Grund ihrer geringen Pension keine Lohnsteuer gezahlt haben, besteht seit dem Veranlagungsjahr 2015 die Möglichkeit, dass ein Teil der Sozialversicherung rückerstattet wird. Der Erstattungsbetrag beläuft sich im Veranlagungsjahr 2021 aus 75 % der Sozialversicherungsbeiträge, höchstens aber 300 Euro. Die Rückerstattung vermindert sich um steuerfreie Ausgleichs- oder Ergänzungszulagen. Die Erstattung erfolgt im Wege der Veranlagung und ist mit der Einkommensteuer unter null begrenzt.


Nähere Informationen und Auskünfte

zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem Finanzamt. Im Internet können Sie sich unter www.bmf.gv.at schlau machen und die Steuerbücher zurückreichend bis 2017 online abrufen.


PensPower-Broschüre "STEUER TIPPS & INFOS 2023"

Gisela Führer – unsere NÖ-Steuerexpertin - hat dazu eine umfangreiche Informations-Broschüre mit detaillierten Hinweisen zum Thema Steuerersparnis und Arbeitnehmerveranlagung verfasst.
► Broschüre STEUER TIPPS & INFOS 2023 öffnen! (PDF-1.665k)




Zur Autorin der Broschüre:

Gisela Führer

Gisela FÜHRER, Jg. 1953, im Aktivstand Finanzbeamtin,
ist Mitglied der Landesleitung der GÖD-Pensionisten NÖ
und Referentin für Steuerangelegenheiten


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